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Österreich
4.)
Bewerbungsunterlagen:
a) Allgemeines:
Blindbewerbungen sind in Österreich eher
unüblich. Für das Anschreiben im allgemeinen gelten die gleichen Kriterien
wie in Deutschland.
b)
Anschreiben:
In dem kurzen, einseitigen Anschreiben
müssen Sie zum Ausdruck bringen, warum Sie sich bei dieser Firma um
eben diese Stelle beworben haben. Außerdem sollten Sie im Vorfeld den
Verantwortlichen recherchieren, so dass Sie ihn beim Namen nennen
können.
Beachten Sie unbedingt, dass in Österreich Titel oder akademische Grade
sowohl in Briefen als auch im Gespräch immer genannt werden.
c)
Lebenslauf:
Wie in Deutschland sollte der Lebenslauf
auch in Österreich ein, maximal zwei Seiten umfassen. Ein Foto,
Unterschrift mit Datum und Zeugnisse gehören ebenso dazu. Generell
sollte der Lebenslauf eher chronologisch als anti-chronologisch
gestaltet werden.
Ähnlich wie in Frankreich wird auch in Österreich Wert auf Berufs- und
Praxiserfahrung gelegt. Deshalb müssen Sie diese im Lebenslauf
besonders hervorheben und möglichst genau (aber doch kurz) beschreiben.
Noten sollten Sie nur dann nennen, wenn Sie mindestens "gut"
sind.
Praktikumsbescheinigungen müssen Sie jedoch nicht beilegen.
Folgende Angaben sollten unbedingt enthalten sein:
- Persönliche Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, Alter,
Staatsangehörigkeit, Familienstand)
- Ausbildung (Schule, Beruf, Studium)
- Berufserfahrung
- Praktika
- Besondere Kenntnisse (Sprachen, EDV etc.)
- sonstiges (Hobbys, Stipendien etc.)
Orientierungshilfe leistet folgender
Musterlebenslauf:
|
Vorname,
Name |
| Address |
Sommerstr.
3
76530 Baden-Baden
Tel.: 0123/123 456
E-mail: ...@... |
Persönliche Daten |
geb. am 2. März 1974 in Baden-Baden
Staatsangehörigkeit: deutsch
Familienstand: ledig |
| Schulische
Ausbildung |
8/84 - 7/93 |
Beethoven-Gymnasium
Baden-Baden
Prüfungsfächer: xxxxxxxxxx
Abschluß: Allgemeine Hochschulreife |
Universitäre Ausbildung
9/94 - 9/2000 |
Universität Freiburg
Studiengang der xxxxxxxxx
Abschluß 9/2000: Diplom-Kaufmann
Studienschwerpunkt 7./8. Sem.: xxxxxx
Studienschwerpunkte 9./10. Sem.: xxxxxxx |
1/96 - 12/96 |
xy University, xxx, USA
Abschluß 12/96: xxxxxxxx |
| Beschäftigungen/Praktika |
7/94
5/96 - 9/96 |
Universität
Freiburg
xxxxxxxxxxxx
xxxxxxx., New York, N.Y.,USA
xxxxxxxxxx
|
| Sprachen |
Deutsch
Muttersprache
Englisch fließend in Wort und
Schrift
Spanisch gute Kenntnisse |
| DV-Kenntnisse |
Betriebssysteme:
MS-DOS, Unix
Anwendungen: Word, Excel, Lotus 1-2-3 |
| Sonstige
Aktivitäten |
|
*
xxxxxxxxxxxx |
| Interessen/Sport |
xxxxxxxxxx |
d)
Notensystem:
Im Vergleich zu den deutschen
Bewertungsstufen stellt sich das österreichische System wie folgt dar:
Auszeichnung (1) |
= |
sehr gut (1) |
Guter Erfolg (2) |
= |
gut (2) |
Bestanden (3/4) |
= |
befriedigend/ausreichend (3/4) |
Nicht bestanden (5) |
= |
ungenügend (5) |
e) grobe
Fehler:
Anschreiben:
Im Prinzip gelten die gleichen Regeln wie in Deutschland. Im folgenden
deshalb nur eine kleine Auswahl möglicher "Patzer":
- allgemeine Floskeln
- fehlende direkte Ansprache eines Verantwortlichen
- zu lange Sätze
Lebenslauf:
- undeutlicher Aufbau
- unerklärte Lücken
- zu lange (über zwei Seiten)
- schlechtes Foto
Vorstellungsgespräch:
- ungepflegte Kleidung
- extrem extro- bzw. introvertiert
- fehlende Kenntnisse über das Unternehmen
Vorstellungsgespräch:
Noten sind wichtig, Berufserfahrung auch,
aber mindestens genauso wichtig ist die Persönlichkeit des Bewerbers.
Deshalb kommt es darauf an, sich gut zu präsentieren. Besorgen Sie sich
im Vorfeld genügend Informationen über das Unternehmen, bei dem Sie
sich bewerben und bereiten Sie sich auf klassische Fragen wie z.B.
"Nennen Sie mir drei Gründe, warum wir Sie einstellen
sollten" gezielt vor. Es gibt keine für Österreich typischen
Fragen, deshalb können Sie sich an diversen deutschen Fachbüchern
orientieren.
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