Spanien

2.) Gut zu wissen:

Hartnäckigkeit wird in Spanien belohnt. Deswegen können sich Bewerber gerne direkt an Ihr Wunsch-Unternehmen wenden und eine Blindbewerbung schicken. Doch sollten Bewerbungen stets namentlich an den Verantwortlichen gerichtet sein. Außerdem lohnt es, kurz danach telefonisch nachzuhaken.
Arbeitsämter behandeln EU-Ausländer wie Einheimische. Sie erhalten die gleichen Informationen und haben dieselben Rechte - allerdings nur vor Ort - nicht wenn Sie vom Ausland aus anfragen. Akademiker können sich zusätzlich an das "officina de trabajo" - der Arbeitsbehörde INEM - wenden.
Miete: In Großstädten wie Madrid und Barcelona sind die Mieten sehr hoch. Im Rest des Landes jedoch sehr viel günstiger als bei uns. Die Vermietung erfolgt in Spanien generell über einen Immobilienmakler (Adressen in den Gelben Seiten).
Etikette: Höflichkeit, insbesondere gegenüber Damen, wird in Spanien groß geschrieben. Das gilt auch im Berufsleben: Höflichkeit, Freundlichkeit und Bildung sind Eigenschaften, die Sie mitbringen sollten. Sie dürfen jedoch auch gerne extrovertiert und direkt sein, doch sollten Sie im Gespräch immer genügend Taktgefühl besitzen. Halten Sie sich stets das spanische Sprichwort vor Augen: "Rede nicht über Dich selbst und nie schlecht über andere".
Titel: Titel spielen in Spanien keine Rolle.
Pünktlichkeit: Auch wenn Spanier nicht unbedingt pünktlich sind, erwarten Sie das von Ihnen.

a) Formalitäten:

Wer länger als drei Monate in Spanien bleibt, muss spätestens nach einem Monat eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Die Ausländerbehörde verlangt dafür Pass, drei Passbilder und eine Kopie des Arbeitsvertrages. Gewöhnlich gilt diese Aufenthaltsgenehmigung dann fünf Jahre.

b) Schul-, Berufs-Abschlüsse:

Das jeweils zuständige Ministerium entscheidet in Spanien über die Anerkennung ausländischer Zeugnisse, Diplome und Universitätsabschlüssen.

c) Gehaltsniveau:

Schock: Die spanischen Gehälter zählen zu den niedrigsten in Westeuropa. Ein Produktionsleiter verdient im Schnitt 94.000 Mark jährlich (44.000 Mark weniger als bei uns). Bürofachkräfte verdienen sogar bloß durchschnittlich 45.000 Mark.
Kleiner Trost: Steuer- und Abgabelast liegen erheblich unter dem deutschen Niveau.

d) Arbeits- und Probezeit:

Die Wochenarbeitszeit liegt gesetzlich bei höchstens 40 Stunden, der Urlaub ist mit 30 Tagen plus 14 Feiertagen bemessen.


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