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USA
4.)
Bewerbungsunterlagen:
a)
Allgemeines:
In den USA kennt man drei verschiedene
Arten von schriftlichen Bewerbungen:
1) Ad letter: Antwortschreiben auf eine
Stellenanzeige
2.) Unsolicited letter: Unaufgeforderte Bewerbung
3.) Broadcast letter: Kombination von Anschreiben und Lebenslauf
b)
Anschreiben:
Im Anschreiben müssen Sie den
Personalverantwortlichen davon überzeugen, dass Sie die/der Richtige
für diese Stelle sind. Darüberhinaus kann es ganz nützlich sein, wenn
Sie bereits hier drauf hinweisen, dass Sie bereits alle notwendigen
Formulare/Papiere für eine Aufenthaltserlaubnis zusammen haben.
Den Personalverantwortlichen sollten Sie direkt mit Namen ansprechen
können. Außerdem müssen Sie auf die korrekte Schreibweise des Datums
achten (august 3, 2001). Auch sollte das Anschreiben nicht länger sein
als eine Seite.
c)
Lebenslauf:
Der Aufbau eines Lebenslauf nach
"USA-Art" ist meist anti-chronologisch, d.h. es wird mit der
aktuellen Stelle begonnen.
Er unterscheidet sich von den Inhalten als auch vom Aufbau wesentlich
von einem deutschen Lebenslauf.
Auch wenn es hart klingt: Ein amerikanischer Lebenslauf muss perfekt
sein - sonst haben Sie keine Aussicht auf Erfolg.
Von daher empfehlen wir an dieser Stelle unbedingt, sich mit
Fachliteratur einzudecken (nützlich für Formulierungshilfen,
Gestaltungsvorschläge etc.).
Folgende Angaben sollten unbedingt
enthalten sein:
- Persönliche Daten (Name, Adresse,
Telefonnummer, E-Mail)
- Ausbildung (Schule, Beruf, Studium)
- Berufserfahrung
- Praktika
- Besondere Kenntnisse (Sprachen, EDV etc.)
- sonstiges (Hobbys, Stipendien etc.)
Folgende Angaben sollten Sie nicht
erwähnen:
- Religionszugehörigkeit
- Alter und Herkunft
- Angaben zur Gesundheit
- Familienstand und Kinder
- weitere, persönliche Angaben
- Passfoto (schicken Sie trotzdem ein Foto mit, kann es sein, dass der
Personalverantwortliche Ihre Bewerbung erst Recht außer Acht lässt -
aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen)
Besonderer Wert wird indes in Ihrem
Lebenslauf auf Ihr Berufsziel gelegt. Außerdem sollten Sie Referenzen
angeben. Auch gut zu wissen: Ihr Lebenslauf sollte nicht länger als
eine Seite sein.
Orientierungshilfe leistet folgender
Musterlebenslauf:
|
Vorname Name
Sommerstraße 3
76530 Baden-Baden
Germany
01149-123-456-789
|
Objective |
Berufsziel genau angeben |
Education |
Uni-Abschluss
University of Freiburg, Germany. |
9/1992 - 9/1999 |
Experience
1988 |
Danone, Freiburg
Aufgabenbereich
Baccalauréat scientifique |
10/1999 - 12/2000
|
Skills |
Word, Excel, Powerpoint, Internet
German: native speaker
Englisch: fluent
Italian: working knowledge |
Civic Activities |
Member of the student parliament |
References Available upon request |
d)
Notensystem:
Das fünfstufige Notensystem ist mit
Buchstaben versehen. Im Vergleich zu Deutschland sieht das wie folgt
aus:
A |
= |
sehr gut |
B |
= |
gut |
C |
= |
befriedigend |
D |
= |
ausreichend |
F |
=
|
ungenügend |
Einige Hochschulen gehen jedoch dazu
über, mit Prozentsätzen die Leistungen zu bewerten:
100% = sehr gut bzw. 70% = ungenügend
Wieder andere Hochschulen halten an
folgendem (älteren) System fest:
pass = bestanden
fail = nicht bestanden
Abstufungen sind natürlich auch hier möglich.
Manchmal wiederum werden Noten auch nach
der absoluten Leistung vergeben, so etwa:
A = erhalten die besten 10%
F = erhalten die schlechtesten 10%
In Zeugnissen hingegen werden credits und
points vergeben:
Grad B.A. = 128 credits / credit hours (also eine bestimmt Anzahl an
Semesterwochenstunden)
Studenten erhalten für jede pro Semester belegte Veranstaltung eine
Note. Die wird mit Wertezahlen belegt und bildet am Ende des Semesters
die credit point (auch average point genannt, also Durchschnittsnote des
Semesters). Die einzelnen average grades bestimmen dann ganz am Ende des
Studiums als Gesamtdurchschnitt den GPA (Grade Point Average). Hier ist
die höchste Zahl eine 4,0; die niedrigste die 1,0.
e) grobe
Fehler:
Anschreiben:
- fehlender Stellenbezug, Anrede und Betreffzeile
- eigene Qualifikation wird nicht ansprechend präsentiert
Lebenslauf:
- Foto wird beigelegt
- unübersichtlicher Aufbau
- zu lange (maximal eine Seite)
Vorstellungsgespräch:
- negative Äußerungen über andere
- Unkenntnis über das Unternehmen
- unpünktlich
- ungepflegte, unpassende Kleidung
Vorstellungsgespräch:
Seien Sie absolut pünktlich! "Zeit
ist Geld" - so lautet das Motto in den USA. Die fachliche
Qualifikation sowie die Persönlichkeit des Bewerbers sind vor allem von
Bedeutung. Gute Laune, extreme Flexibilität und eine hohe
Kommunikationsbereitschaft sind Eigenschaften, die von Arbeitgebern gern
gesehen werden.
Wie in Großbritannien werden auch in den USA Personalfragebögen vor
der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch verschickt. Die sind
bereits eine gute Vorbereitung auf das Gespräch.
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