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Mit freundlicher Genehmigung von Hesse/Schrader - Berufsstrategie

21.12.2018

Betriebsferien vom 21.12.18 bis 02.01.19

Hesse/Schrader schließt am 21.12.18. nachmittags wegen Betriebsferien. Wir wünschen allen Kunden, Kooperationspartnern und Freunden ein tolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins
neue Jahr!

Aufträge werden erst ab dem 2. Januar bearbeitet. Entprechend läuft auch die Auftragsbearbeitungsfrist erst ab dem 2. Januar. Eilaufträge sind in dieser Zeit nicht möglich.

20.07.2018

Welche Software heute in Unternehmen wichtig ist

Wenn Sie heute in einem Unternehmen neu anfangen, werden von Ihnen bestimmte Qualifikationen erwartet. Genügten früher noch die Berufsausbildung und, mit dem Alter, Weiterbildungen und Berufserfahrung, so stellt Ihnen die Personalabteilung bereits im Vorstellungsgespräch die Frage, mit welcher Software Sie denn umzugehen wissen. Natürlich sind an dieser Stelle keine Textverarbeitungen gemeint, sondern berufsspezifische Lösungen. Aber welche Programme und Systeme sind wichtig und sollten Ihnen zumindest geläufig sein? Dieser Artikel nimmt die Softwarelösungen unter die Lupe.

Buchhaltungssoftware

Selbst wenn Sie nicht in der Buchhaltung arbeiten, sollten sie die Software einigermaßen kennen. Im Grunde genommen ist die Buchhaltungssoftware mit der vergleichbar, die Sie zu Hause für Ihre Steuererklärungen nutzen. Im unternehmerischen Umfeld wird sie jedoch auf weitere Bereiche ausgedehnt:

  • Lohnbuchhaltung: jeder Mitarbeiter muss korrekt abgerechnet werden und hierbei ist die Buchhaltungssoftware eine gravierende Hilfe. Mit wenigen Klicks berechnet die Software beispielsweise die Abgaben, erstellt Lohnabrechnungen und weist den Betrag aus, den der Arbeitgeber an die Sozialversicherungen abführen lässt.
  • Rechnungswesen: das gesamte Rechnungswesen wird über die Buchhaltungssoftware durchgeführt. Als Mitarbeiter in einer anderen Abteilung kommen Sie mit diesem Bereich in Berührung, wenn Sie vor der Auftragsbestätigung prüfen müssen, ob offene Forderungen gegen einen Kunden bestehen.
  • Mobile Nutzung: viele Buchhaltungsprogramme unterstützen die mobile Nutzung. Hotelrechnungen, Tankquittungen oder Restaurantrechnungen werden über eine App eingescannt und nun direkt an die Software übermittelt. Diese Funktion erleichtert die aktuelle Buchhaltung und führt dazu, dass Rechnungen direkt korrekt gebucht werden.

Nutzt Ihr neuer Betrieb ein CRM oder ein ERP-System, ist die Buchhaltung nicht selten in das System inkludiert. Ob Sie jedoch in diesem Systembereich tätig werden können, entscheidet Ihr Arbeitgeber, da inkludierte Softwares oftmals nur für bestimmte Mitarbeiter freigegeben werden.

ERP-Software

Große Unternehmen, doch auch mittelständische und immer mehr kleinere Unternehmen arbeiten heute mit ERP-Systemen. Falls Sie noch nie etwas von einem ERP-System gehört haben, so kennen Sie es zumindest vom Hören unter dem Namen SAP. Und nun dürfen Sie sich relativ entspannt zurücklehnen, denn es ist praktisch unmöglich, das ERP-System Ihres neuen Arbeitgebers zu kennen oder zu beherrschen. Sollten Sie schon einmal mit einer ERP-Lösung gearbeitet haben, so wissen Sie, dass die Systeme unglaublich umfangreich sind und nahezu immer auf ein einzelnes Unternehmen zurechtgeschnitten werden. Grob gesagt kann ein ERP-System Folgendes:

  • Ressourcenplanung: das System hilft einem Unternehmen dabei, verschiedene Ressourcen zu planen. Ressourcen können Warenbestände sein, aber auch Mitarbeiter, Einsatzzeiten oder Liefertouren.
  • Zusammenführung: das System ist dazu imstande, alle Unternehmensbereiche in einem System zusammenzuführen. Dafür gibt es diverse Module und Möglichkeiten, die vom Unternehmen selbst hinzugefügt werden. Auch die Buchhaltung, Auftragsbearbeitung oder Logistik können eingebunden werden.
  • Informationsgleichheit: das System führt alles so zusammen, dass jeder Mitarbeiter, sofern er die Rechte besitzt, auf dieselben Datenblätter zugreifen kann. Das betrifft natürlich auch mehrere Unternehmenssitze.

In der Regel wird ein Unternehmen hingehen und Ihnen vorab eine interne Schulung gewähren, damit Sie sich mit dieser Art von Software auseinandersetzen können.

CRM

Dies ist das »Customer Relations Management«. In der Software werden sämtliche Daten rund um Kunden, Lieferanten, Produzenten und andere Personen, die mit dem Unternehmen in Zusammenhang stehen, gespeichert und zusammengeführt. Auch das CRM dient dazu, eine Informationsgleichheit herzustellen, die dabei hilft, gezielt auf die einzelnen Zielgruppen einzugehen. Das Programm lässt sich mit der Telefonanlage vereinen, sodass die Datenblätter eines Kunden direkt auf dem Bildschirm erscheinen, wenn er anruft. Gleichfalls finden Sie das CRM gerne in ERP-Systeme integriert vor. Entsprechende Kenntnisse sind vor allem für angehende Führungskräfte sehr hilfreich.

Fazit - keine Furcht vor Software

Es ist immer gut, wenn Sie von den einzelnen Softwarelösungen schon einmal etwas gehört haben oder mit ihnen gearbeitet haben. Sobald es jedoch um spezielle Lösungen und ERP-Systeme geht, genügt es, wenn Sie deren Funktion kennen. Behaupten Sie im Vorstellungsgespräch nie, ein ERP zu beherrschen, weil Sie einmal mit ihm gearbeitet haben. Sie wissen nie, welche Module oder welchen Hersteller das Unternehmen nutzt. Mit Pech haben Sie ein Programm vor sich, welches in jedem Detail von dem abweicht, das Sie kennen. Solche Situationen können sich dann eher als Bumerang erweisen und sind somit kontraproduktiv.

28.05.2018

Wer nach dem Studium oder der Ausbildung die Entscheidung trifft, sich selbstständig zu machen, sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere das finanzielle Risiko macht vielen Angst. Dabei gibt es insbesondere für Existenzgründer zahlreiche Fördermittel. Die nachfolgenden Tipps und Hinweise sollen Ihnen helfen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden und sich auf die Beantragung vorzubereiten.

Fördermittel finden

Fördermittel für den Start in die Selbstständigkeit sind in verschiedene Bereiche eingeteilt. Es gibt finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt, Zuschüsse für Beratungen oder Coachings, finanzielle Förderung in Form von Krediten, Darlehen oder Bürgschaften. Es ist nicht immer ganz einfach, sich in diesem Fördermitteldschungel zurechtzufinden, denn es gibt nicht nur eine Stelle, die Fördermittel vergibt. Mit dem Fördermittel-Finder von Lexware wird die Suche nach geeigneten Fördermitteln einfacher. Dieses Tool behält für Sie den Überblick und stellt zu einer speziellen Suchanfrage die genau passenden Angebote zusammen. Je nach Förderzweck finden Sie damit schnell die passenden Fördermittel, ob nun von einem Förderinstitut oder einer Förderbank spielt dabei keine Rolle. Es gibt für jeden Förderzweck eine entsprechende Lösung. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist beispielsweise eine Stelle, bei der Sie Fördermittel beantragen können. Sich jedoch auf der Seite durchzuklicken, um die passenden Programme zu finden, ist zeitaufwendig. Dabei handelt es sich übrigens nur um eine Fördermöglichkeit. Um den Überblick über alle Fördermöglichkeiten zu bekommen, ist es sinnvoll, entsprechende Tools einzusetzen.

Gute Vorbereitung ist der halbe Weg

Die Bundesregierung hat viele der staatlichen Fördermittel in den letzten Jahren gekürzt. Die Suche und auch die Beantragung stellt sich häufig als äußerst schwierig dar. Viele Gründer suchen hier professionelle Unterstützung. Bevor es mit der Beantragung losgehen kann, muss der Gründer einige wichtige Schritte gehen. Es genügt nicht, einfach eine tolle Geschäftsidee im Kopf zu haben. Diese Idee müssen Sie als Gründer mit Leben füllen. Dazu müssen Sie einen überzeugenden Business- und Finanzplan erstellen. Mit der kostenlosen Software von Lexoffice können Sie einen excelbasierten Business- und Finanzplan erstellen. Die Tragfähigkeit kann dann anschließend ein Steuerberater oder die IHK feststellen und eine entsprechende Stellungnahme dazu schreiben. Diese fachkundige Stellungnahme bescheinigt, dass das geplante Unternehmen zukunftsfähig ist. Die IHK Berlin hat eine Stelle für fachkundige Stellungnahmen eingerichtet. Hier müssen Sie bei Ihrer zuständigen IHK nachfragen, wer diese Stellungnahmen schreibt. Das ist nicht nur für die Beantragung von Fördermitteln notwendig, sondern auch für die Beschaffung von Kapital, beispielsweise bei einer Bank.

Vorbereitung auf die Präsentation

Dieser Businessplan stellt Ihr Aushängeschild dar. Darin sind alle Ideen und Gedanken zu Ihrer Geschäftsidee enthalten und alles, was dazu beitragen soll, aus der Idee ein tragfähiges Unternehmen zu bauen. Als angehender Unternehmer müssen Sie den Businessplan nun gut vermarkten, bei den entsprechenden Stellen präsentieren und anschließend Rede und Antwort stehen. Der letzte Schritt ist dann die Antragstellung.

11.04.2018

Wenn Sie nach Ihrer Ausbildung oder dem Studium Ihre erste Stelle antreten, ändert sich die eigene finanzielle Situation schlagartig. Der monatliche Gehaltseingang sorgt dafür, dass Ihnen plötzlich deutlich mehr Geld zur Verfügung steht. Nach Abzug der Kosten bleiben bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen zwischen 21.874 und 33.509 Euro (Lehrberufe) oder 33.857 und 51.517 Euro (Studium) durchaus noch Mittel übrig, um an den Vermögensaufbau zu denken. Dieser ist in den letzten Jahren schwieriger geworden, da die Zinsen für sichere Zinseinlagen nahe dem Nullpunkt verharren. In diesem Artikel wird aufgezeigt, welche Alternativen für Sie interessant sein könnten.

1. ETF - die neue "sichere" Geldanlage?

Wer sich heute verschiedenen Finanzmedien anschaut, wird immer wieder auf sogenannte ETF-Sparpläne stoßen. Diese exchange-trades-funds (ETF) bezeichnen börsengehandelte Indexfonds, die in der Praxis häufig den Verlauf bestimmter Aktienindizes abbilden. Ein DAX-ETF enthält somit die Aktien aus dem DAX 30 in entsprechender Verteilung. Alternativ zur kompletten Nachbildung existieren jedoch Modelle, die die Wertentwicklung per SWAP-Geschäfte abbilden, was zusätzliche Risiken, aber auch Renditechancen mit sich bringt. Die Vorteile von ETFs als Sparplanlösung sehen folgendermaßen aus:

  • Niedrige Kosten (aufgrund der Index-Abbildung kein aktives Fondsmanagement nötig)
  • Risikostreuung (da ein Index abgebildet wird, partizipieren Sie an der kompletten Marktentwicklung, Risiken durch einzelne Unternehmen lassen sich so abmildern)
  • Kein Finanzwissen nötig (durch die Indexabbildung ist kein Fachwissen erforderlich, da keine einzelnen Aktien ausgewählt werden müssen)

Natürlich sind auch ETFs nicht ohne Risiko. Sollte der gesamte Aktienmarkt ins Minus drehen, kann dies durchaus auch negative Renditen mit sich bringen. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen aber, dass beispielsweise der DAX mittelfristig (Zeitraum von 10-15 Jahren) immer mit einem satten Plus pro Jahr abgeschlossen hat (im Durchschnitt). Als Mittel zum vermögensaufbau sind ETFs für Sie als Berufseinsteiger somit durchaus eine interessante Alternative.

2. Private Altersvorsorge - ist "Riestern" interessant?

Die Riester-Rente erhält von vielen Finanzexperten nicht selten schlechte Noten. Die Regeln sind zu starr und die Lebensversicherungen als Hauptanlageprodukt bieten zu wenig Rendite in Bezug auf die Kosten. Wird die Riester-Rente jedoch über einen Fondssparplan abgeschlossen, kann sie durchaus interessant sein. Dies ist allerdings vor allem dann der Fall, wenn Sie verheiratet sind und bereits Kinder haben. So lassen sich nämlich attraktive Zulagen in Anspruch nehmen, die gerade bei mehreren Kindern die effektive Rendite erheblich verbessern.

3. Immobilien - eine interessante Option?

Auch das Betongold steht heute stetig im Fokus der Öffentlichkeit. Dies liegt vor allem an den rekordverdächtig niedrigen Zinsen für Baukredite. Doch der Kauf eines Eigenheims ist zwar grob betrachtet eine Investition, erwirtschaftet später aber lediglich dadurch eine Rendite, dass Sie die Mietkosten sparen. Darüber hinaus erfordert der Immobilienkauf per Finanzierung entsprechendes Eigenkapital, welches Sie zunächst aufbauen müssen. 20-30% des Kaufpreises inklusive Nebenkosten werden von vielen Banken als notwendig betrachtet. Möchten Sie in Immobilien als Geldanlage investieren, können auch offene Immobilienfonds oder Beteiligungen über Crowdinvesting-Plattformen interessant sein. Hier gilt es für Sie jedoch, vorher die möglichen Risiken genauer unter die Lupe zu nehmen.

Fazit

Niedrige Leitzinsen sorgen aktuell dafür, dass ein sicherer Vermögensaufbau über Zinseinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld kaum noch möglich ist. Wenn Sie jedoch nach dem Einstieg in den Job trotzdem mit dem Vermögensaufbau beginnen möchten, sollten Sie sich nach Alternativen umschauen. Mit den ETF-Sparplänen gibt es aktuell einen neuen Star am Massenmarkt der Anleger. Die durchaus renditeträchtige Anlegeform ist mitunter auch für Sie interessant, jedoch sollten Sie sich die einzelnen Fonds und ihre Art der Indexnachbildung sowie die Kosten genauer anschauen. Sind Sie bereits verheiratet und haben Kinder, kann auch eine Riester-Rente durch die zahlreichen Zulagen sehr interessant werden. Letztlich sollten auf einen ausgewogenen Anlagemix setzen und können zur absoluten Sicherheit auch einen kleinen Betrag auf einem Festgeldkonto parken.

06.03.2018

Arbeitsrecht

Arbeitsrecht gehört in Deutschland zu jenen Rechtsgebieten, die immer wieder ein gewisses mediales Interesse erfahren. Schuld sind meist Prozesse, in denen es um weitreichende juristische Entscheidungen - in Bezug auf die Rechte der Arbeitnehmer - geht. Dabei befassen sich Arbeitsrechtler nicht nur mit allgemeinen Fragestellungen wie Urlaubsregelungen, sondern haben sehr oft spezielle Fragen zu klären. Im Folgenden erklären wir Ihnen, was das Arbeitsrecht ist und worum es dabei genau geht.

Was ist das Arbeitsrecht?

Das Arbeitsrecht umfasst ein sehr breit gefächertes Rechtsgebiet, in dem es um verschiedene Sachverhalte geht. Gemein ist diesen, dass es um unselbständige Erwerbstätigkeiten geht. Dabei wird grundsätzlich zwischen Arbeitsrecht für Arbeitnehmer und Arbeitgeber (das sogenannte Individualarbeitsrecht) und das Kollektivarbeitsrecht unterschieden. Letzteres betrifft Arbeitgeberverbände und Arbeitnehmervertretungen. Zu diesen gehören beispielsweise Personal- und Betriebsräte.

In Deutschland basiert das Arbeitsrecht nicht auf einer einzigen Rechtsverordnung, sondern wird von verschiedenen Gesetzen, wie:

  • dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)
  • dem Kündigungsschutzgesetz
  • dem Entgeltfortzahlungsgesetz
  • dem Mutterschutzgesetz

und vielen weiteren Vorschriften berührt. Diese Rechtsnormen regeln unter anderem, unter welchen Bedingungen ein rechtsgültiger Arbeitsvertrag zu gestalten ist oder ab welchem Punkt einzelne Klauseln - etwa in Bezug auf die Vergütung - als sittenwidrig gelten.

Beispiel Arbeitsvertrag: Dieser entsteht auf Grundlage von § 611a BGB und sieht unter anderem die Unterwerfung des Arbeitnehmers unter die Weisungsbefugnis des Arbeitgebers vor. Auf der anderen Seite ist der Arbeitgeber zur Zahlung der Leistung - sprich des Lohns - verpflichtet. Im Arbeitsrecht geht es um ganz unterschiedliche Fragen. Diese betreffen zum Beispiel Aspekte wie den Anspruch auf eine Vergütung von Überstunden oder die Frage, ob bei kurzzeitiger Verhinderung der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung hat. Letzteres kann der Unternehmer als Arbeitgeber arbeitsvertraglich - anders als bei einer Lohnfortzahlung wegen Krankheit - ausschließen lassen.

Was sind die geläufigsten Berührungspunkte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Arbeitsrecht?

Das Arbeitsrecht umfasst eigentlich alle Schnittstellen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Gerade die Tatsache, dass der Beschäftigte sich in einem Abhängigkeitsverhältnis gegenüber dem Arbeitgeber befindet, macht das Arbeitsrecht so bedeutend.

Arbeitnehmer sind in besonderer Weise schutzbedürftig, da sich Arbeitgeber in der deutlich stärkeren Position befinden. Wo kommt es zwischen beiden Gruppen häufiger zu Auseinandersetzungen?

Streit um Lohn und Gehalt

Arbeitgeber sind nach dem BGB zur Erbringung des Lohns verpflichtet. In der Vergangenheit sind Beschäftigte immer wieder vor Arbeitsgerichte gezogen - aufgrund nicht gezahlter Gehälter oder Lohnbestandteile. Ein besonders schwerwiegendes Thema betrifft die Überstunden.

So sind Klauseln durchaus schwierig, die zwar zur Mehrarbeit verpflichten - allerdings keinen entsprechenden Ersatz vorsehen. In einem Urteil hat beispielsweise das BAG im Jahr 2012 einer zu pauschalen Regelung der Überstunden eine Absage erteilt. Für den Arbeitnehmer muss aus den Klauseln des Arbeitsvertrags klar sein, wie viel Arbeit er zu erwarten hat. Betroffene können hier einen Fachanwalt konsultieren und ihre Rechte durchsetzen.

Das Thema Kündigung

Ein beliebtes Streitthema sind die Kündigungen. Letztere können aufgrund einer wirtschaftlichen Schieflage des Unternehmens ausgesprochen werden. Nicht selten greifen Unternehmen aber auch zu einer personenbezogenen Kündigung. Heißt: Dem Arbeitnehmer werden die Fähigkeiten und Möglichkeiten abgesprochen, die geschuldete Leistung zu erbringen. Ein Beispiel ist der Eintritt einer dauerhaften Erkrankung.

Regelmäßig Streit provoziert aber auch die verhaltensbedingte Kündigung. Hierbei handelt es sich um das eigentlich letzte Mittel, um ein Fehlverhalten des Arbeitnehmers zu sanktionieren. Begründet werden kann eine verhaltensbedingte Kündigung etwa mit häufigem Zuspätkommen oder der Nutzung des Internets zu privaten Zwecken. Aber auch Gehaltspfändungen oder der Verdacht, bei einer Krankschreibung die Genesung verzögert zu haben, können eine Kündigung nach sich ziehen.

Das Problem: Im Arbeitsrecht ist die Kündigung als letztes Mittel vorgesehen bzw. sollte nur bei schwerwiegenden Verstößen ausgesprochen werden. Arbeitnehmer fühlen sich schnell ungerecht behandelt - und streben eine Kündigungsschutzklage an.

Abmahnungen im Arbeitsrecht

Arbeitnehmer können einen Beschäftigten bei Fehlverhalten abmahnen. Dieses Mittel wird regelmäßig eingesetzt. Allerdings steht die Rechtmäßigkeit der Abmahnung auf einem anderen Blatt. Arbeitsrechtler werden daher nicht nur mit Themen wie der Kündigung konfrontiert. Auch der Versuch, einer Abmahnung entgegenzutreten, landet immer wieder vor den Arbeitsgerichten.

Fazit: Arbeitsrecht - Streitschlichter und Schutzfunktion

Mit der Unterschrift unter den Arbeitsvertrag treten Sie als Arbeitnehmer in ein besonders schwerwiegendes Abhängigkeitsverhältnis zum Arbeitgeber. Ohne den Schutz gesetzlicher Regelungen könnte hier ein sehr starkes Ungleichgewicht entstehen. Das Arbeitsrecht tritt hier als Vermittler in Erscheinung und nimmt eine Überwachungsfunktion wahr. Berührt werden hiervon ganz unterschiedliche Bereiche. Entsprechend groß ist die Tragweite einiger Entscheidungen. Und wie Urteile der Vergangenheit beweisen, hat das Arbeitsrecht seine Daseinsberechtigung. Besonders im Zusammenhang mit Kündigungen durch den Arbeitgeber oder Streit um den Lohn würde der Arbeitnehmer sonst sehr schnell benachteiligt - was durch das Arbeitsrecht vermieden werden soll.