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Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader

Die richtige Berufsorientierung

Wohin soll die berufliche Reise gehen? Was ist der richtige Beruf für mich? Tausend Wege stehen zur Auswahl, was die Entscheidung nicht unbedingt einfacher macht. Ja, es kann tatsächlich sehr schwer sein den Wegweiser für die eigene Karriere zu finden. Und doch gibt es Orientierungspunkte, kann man mit bestimmten Fragen dem individuell richtigen Weg näher kommen. Mit dem folgenden Text möchten wir die wichtigsten Erfolgskriterien vorstellen.

Wer bin ich?

Am Anfang steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Welche allgemeinen Wertvorstellungen und Ziele habe ich? Was sind meine Stärken und Schwächen? Was für berufspraktische Erfahrungen kann ich vorweisen? Welche Aufgaben und Projekte wurden in der Vergangenheit vielleicht besonders gut absolviert? Wie und wo kann ich meine Potenziale am besten nutzen? Eine gute Selbstkenntnis ist auch wichtig für das eigene Selbstbewusstsein und hilft im späteren Bewerbungsverfahren, sich überzeugend zu präsentieren. Neben diesen genannten Fragen ist auch die Beschäftigung mit den so genannten Soft Skills, also z. B. Kommunikations- und Teamfähigkeit, wichtig. Wie agiere ich im Umgang mit anderen Menschen? Bin ich bereit mich anderen unterzuordnen oder will ich stets, dass alles nach meinem Willen abläuft? Bin ich eher jemand, der generell gut mit unterschiedlichsten Leuten gut klar kommt oder passen zu mir lieber Einzelaufgaben?

Fragen zur Arbeitswelt

Es geht weiter mit Fragen zur Arbeitswelt. Wichtig zu klären wäre noch, ob man vordergründig mit Daten, Zahlen und Fakten arbeiten möchte oder mehr mit technischen Geräten, mit Ideen und Konzepten zu tun haben will. Oder wünscht man eher den direkten Umgang und Kontakt mit Menschen? Auch wichtig: In welcher Branche möchte man arbeiten? Im Handel, in der Industrie, bei Banken oder Versicherungen? Oder doch lieber für den Staat oder im kirchlichen Umfeld? Vielleicht fühlt man sich aber auch in der Dienstleistungs-, Medien- oder Herstellungsbranche eher zu Hause?

Die engere Auswahl

Ja, das waren jetzt ganz schon viele Fragen. Aber nur auf diese Weise lässt sich der richtige berufliche Weg finden. Es gilt nun alle genannten Fragen individuell zu beantworten, um schriftlich dem eigenen Profil sowie auch dem jeweiligen Wunschberuf näher zu kommen. Hierzu sollten auch Freunde, Familienmitglieder sowie professionelle Berufsberater hinzugezogen werden, um mit Hilfe der vielen Informationen eine Liste an potentiellen, also ganz konkreten Berufen zu erarbeiten. Mit dieser Endauswahl, also einer Aufstellung von vielleicht fünf bis maximal zehn besonders passenden Berufen sollte man sich dann intensiver beschäftigen. Es gilt die konkreten beruflichen Anforderungen in Erfahrung zu bringen, die alltäglichen Arbeitsaufgaben und sonstigen Bedingungen, z. B. Arbeitszeiten und körperliche Vorrausetzungen, kennen zu lernen und möglichst auch mit Leuten zu reden, die diesen Beruf bereits seit vielen Jahren ausüben.

Praktika zur Orientierung

Gerade in der Medienwelt wird manchmal ein sehr falsches Bild von bestimmten Berufen gezeigt. Der tagtägliche Arbeitsalltag von z. B. Polizisten, Rechtsanwälten oder auch Köchen kann sehr viel grauer, stressiger und weniger attraktiv sein, als es in TV-Serien oder Kinofilmen dargestellt wird. Selbst wenn man sich hiervon nicht leiten lässt, so können einfach auch unrealistische eigene Vermutungen ein falsches Bild von Berufen erzeugen. Nicht nur aus diesen Gründen, sondern generell gilt es möglichst frühzeitig durch Praktika, Hospitationen oder Nebenjobs eigene praktische Erfahrungen zu sammeln und hinter den Vorhang zu schauen, also konkret zu erfahren, wie der Arbeitsalltag in einem bestimmten Beruf aussieht und ob dies wirklich zu einem selbst passt. Übrigens: Auch wenn es sich nur um eine Bewerbung für ein Praktikum handelt, so sollten selbst diese Bewerbungsunterlagen möglichst sorgfältig und zielgerichtet erstellt werden. Für die Ausarbeitung einer professionellen, individuellen Bewerbungs-Strategie kann deshalb eine Bewerbungsberatung durchaus empfehlenswert sein.


Autor: Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader